Public Viewing WM2010 , BERLIN / HAMBURG / FRANKFURT / KÖLN / MÜNCHEN / LEIPZIG / DRESDEN

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat uns einen neuen Begriff beschert: Public Viewing. Auch 2010 wird natürlich live an öffentlichen Plätzen mitgefiebert.

2006 war die gemeinsame emotionale Achterbahnfahrt noch kostenlos. 2010 wird das bei vielen Zentralveranstaltungen anders sein. Und noch ist man mancherorts ein wenig zurückhaltend hinsichtlich der Anzahl der Übertragungen. Die drei Vorrunden-Spiele von Jogis Jungs am 13., 18. und 23. Juni stehen natürlich fest. Wir sind uns aber sicher: Da geht bestimmt mehr! Also Fanshirt an, Fahne auf die Wange gepinselt, Tröte und Snacks unter den Arm, ein schnelles Stoßgebet zum Wettergott – und auf zum Public Viewing. Das sind die größten Events:


Berlin

Fanmeile – Wort des Jahres 2006. Wer Fanmeile sagt, meint Berlin, genauer gesagt die Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. 2010 aber werden die ersten WM-Spiele der deutschen Mannschaft auf einer Großleinwand vor dem Olympiastadion übertragen. Hier findet auch vom 11. bis 18. Juni das FIFA-Fan-Fest mit Musik, Tanz und Live-Acts statt. Ab dem Achtelfinale geht es an der Siegessäule weiter. 80 Quadratmeter groß ist die Leinwand. 2006 waren 8 Millionen da, dieses Jahr werden zumindest mehrere Hundertausende Fans aus aller Welt erwartet. Der Eintritt ist frei.


Hamburg

Nach einigem Hin- und Her bleibt Hamburgs Public Viewing doch auf dem Heiliggeistfeld. Hier findet sonst der Dom, das größte Volksfest Norddeutschlands, statt. 70.000 Fans erwarten hier gleich zwei große Projektionswände und – dieses Jahr neu – eine Familientribüne, damit der Nachwuchs nicht im Trubel untergeht. Es werden alle Spiele ab der Vorrunde übertragen. Wieder lockt der “Boulevard der Nationen” – auch an spielfreien Tagen: Neben Gastgeber Südafrika werden sich in der Stadt aus weißen Zelten über 20 Länder mit Musik-, Tanzdarbietungen und landestypischen Speisen präsentieren.

Frankfurt

In der Frankfurter Commerzbank-Arena wird Hessens größtes Public Viewing stattfinden. Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sind auf dem Videowürfel in der Stadionmitte und auf einer neuen 110 Quadratmeter großen Großbildleinwand zu sehen. Die Karten kosten 5 und 8 Euro. Wer hier keinen Platz findet, der kann kostenlos in die “Doppel-Arena” auf dem Roßmarkt und dem Rathenauplatz ausweichen. 15.000 Leute haben hier Platz. Je nach Andrang wird eine oder es werden gleich beide Arenen geöffnet. Ab dem Achtelfinale sollen die Spiele in jedem Fall auf beiden Plätzen gezeigt werden.
Köln

Auch der Kölner wird fürs kollektives Gucken Eintritt bezahlen müssen. Zumindest diejenigen, die zusammen mit rund 40.000 anderen zum Public Viewing in die Lanxess-Arena in Deutz wollen. 5,50 Euro (darin enthalten ist auch ein Ticket für Bus, Bahn und ein Getränk) stehen derzeit im Raum. Übertragen werden die Spiele der deutschen Mannschaft und voraussichtlich alle Spiele ab dem Viertelfinale.

München

Hier hat Deutschland 1974 mit Gerd Müller den WM-Titel geholt: Im Münchner Olympiastadion werden die Spiele der Nationalmannschaft und das Finale übertragen. Die 104 Quadratmeter große Videowand wird mitten auf dem Spielfeld stehen. 35.000 Leute können in der geschichtsträchtigen Kulisse unter dem Zeltdach mitfiebern. Die Karten kosten 4 und 6 Euro (inklusive einem Freigetränk).

Leipzig

Die Stadt wird 2010 keine Leinwände aufstellen. Der Leipziger muss aber dennoch nicht im Wohnzimmer ausharren. Stattdessen kann beim Public Viewing zwischen dem Zentralstadion, den historischen Parkanlagen des Clara-Zetkin-Parks oder diversen Kneipen und Bars wählen. Im Zentralstadion erwarten ihn zunächst die deutschen Spiele auf einer 100 Quadratmeter großen Leinwand. Die Ticket-Preise liegen bei 5 und 8 Euro.

Dresden

Aus finanziellen Gründen hatte Dresden 2006 auf ein Public Viewing verzichtet – und viel Spott kassiert. 2010 wird es aber am Königsufer vor grandioser Altstadt-Kulisse entsprechende Angebote geben. Allerdings gab es auch dieses Jahr Probleme mit den Finanzen, wenn auch ganz anderer Art. Das Finanzministerium grenzt an das Gelände der Filmnächte an. Minister Unland hatte daher zunächst nur eine Übertragung der Abend-Spiele zugestimmt. Der Grund: Am Nachmittag sei die Lärmbelästigung durch jubelnde Fußballfans für seine Mitarbeiter zu hoch. Jetzt gab es einen Kompromiss: An den Freitagen rollt der Ball ab 15 Uhr, am 18.Juni – da spielt Deutschland gegen Serbien bereits ab 13 Uhr.

Quelle: Yahoo

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2 Comments

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  2. Zusätzliches Public Viewing:

    Kulturfabrik über 2 Stockwerke!

    http://www. publicviewberlin.de

    PS: Mit 15m² Leinwand!

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